Unser ca. 2 Jahre alter Kater Haruno kam als Fundkatze ins Tierheim. Vermutlich ist er ein Nachkomme einer verwilderten Hauskatze. Er zeigt sich bei uns aber sehr lieb, umgänglich und verschmust. Das lässt vermuten, dass er mit menschlichem Kontakt aufgewachsen ist. 
Alle Katzen die ins Tierheim kommen, werden auf Leukose und FIV (Felines Immundefizienz Virus) getestet. Leider ist der FIV-Test bei Haruno positiv ausgefallen. 
Bei der FIV-Erkrankung, umgangssprachlich auch Katzen-AIDS genannt, handelt es sich um eine Viruserkrankung welche ausschließlich für Katzen ansteckend ist. Für Menschen und andere Haustiere besteht keine Ansteckungsgefahr. 
Der Virus wird über Körperflüssigkeiten, besonders Blut, übertragen. Die Übertragung durch Bissverletzungen unter Katzen stellt den häufigsten Infektionsweg dar. Meist geschieht dies bei Revierkämpfen unkastrierter Kater oder beim Deckakt der Katze, da dieser häufig mit einem Nackenbiss des Katers einhergeht.
Nach der Übertragung befallen die Viren die körpereigenen Abwehrzellen der Katze, vermehren sich in diesen und zerstören sie letztendlich. Einmal infiziert, handelt es sich bei der FIV-Erkrankung um eine lebenslange Infektion. Es gibt keine Heilung.
Wann und ob die Viruserkrankung ausbricht, kann leider nicht vorher gesagt werden. Viele Katzen leben Jahre ohne Symptome. Um einen Ausbruch der Erkrankung bestmöglich zu verhindern ist es besonders wichtig, betroffenen Katzen möglichst wenig Stress auszusetzen und auf eine gesunde Ernährung zu achten.
Auch wenn Haruno symptomfrei ist, vermitteln wir ihn nur in ein Zuhause, wo ebenfalls schon eine FIV positiv getestete Katze lebt oder in Einzelhaltung. Hier sollten die neuen Halter allerdings nicht voll berufstätig sein. 
Um eine Ansteckung gesunder Katzen zu vermeiden, kommt nur eine Wohnungshaltung in Frage. Optimal wäre, wenn diese über einen gesicherten Balkon verfügt.

Info: Tierbeschreibungen basieren auf Beobachtungen im Tierheim oder auf Informationen Dritter und stellen keine zugesicherten Eigenschaften dar.